Die Wärmeschublade gehört zu den bekanntesten Spezialgeräten dieser Kategorie. Auf den ersten Blick wirkt sie unscheinbar: eine flache Schublade, die häufig unter einem Backofen oder Kompaktbackofen eingebaut wird.
Im Alltag kann sie jedoch deutlich mehr als lediglich Teller warmhalten.Typische Temperaturbereiche liegen je nach Gerät ungefähr zwischen 30 und 80 °C. Dadurch ergeben sich zahlreiche Einsatzmöglichkeiten. Wärmeschubladen sind in unterschiedlichen Einbauhöhen erhältlich, typischerweise in kompakten Höhen von etwa 14–15 cm sowie größeren Ausführungen von etwa 29–30 cm.
Geschirr vorwärmen
Eine der klassischen Anwendungen ist das Vorwärmen von Tellern, Schüsseln, Tassen und Serviergeschirr. Das klingt zunächst nach einer kleinen Komfortfunktion, macht beim Servieren aber einen spürbaren Unterschied. Gerade bei mehrgängigen Menüs kühlt ein heiß angerichtetes Gericht auf einem kalten Teller schnell ab. Ein vorgewärmter Teller hält die Speise dagegen länger auf Temperatur.
Auch als Tassenwärmer ist die Wärmeschublade beliebt, wenn sie unter einem Einbau-Kaffeevollautomaten geplant wird. So werden Espresso- und Cappuccino-Tassen angenehm vorgewärmt
Speisen warmhalten
Eine Wärmeschublade kann außerdem bereits fertige Speisen über einen gewissen Zeitraum warmhalten. Das ist beispielsweise dann praktisch, wenn unterschiedliche Bestandteile eines Menüs nicht exakt gleichzeitig fertig werden.
Während das Gemüse noch auf dem Herd steht, kann das bereits fertig gebratene Fleisch in der Wärmeschublade auf seinen Einsatz warten. Auch bei einem Familienessen ist das komfortabel: Nicht alle Personen müssen gleichzeitig am Tisch sitzen, damit das Essen warm serviert werden kann.
Niedertemperaturgaren
Eine weitere interessante Funktion ist das sogenannte Sanft- oder Niedertemperaturgaren. Dabei wird Fleisch über einen längeren Zeitraum bei vergleichsweise niedrigen Temperaturen gegart.
Das Verfahren eignet sich insbesondere für empfindliche Fleischstücke und kann helfen, ein gleichmäßiges Garergebnis zu erzielen. Die Wärmeschublade wird damit vom reinen Warmhaltefach zum zusätzlichen Kochwerkzeug.
Teig gehen lassen
Auch Hefeteig kann von einer kontrollierten, warmen Umgebung profitieren. Statt darauf zu hoffen, dass die Raumtemperatur gerade optimal ist, kann die Schublade eine gleichmäßigere Umgebung schaffen. Das ist beispielsweise für Hefeteig, Pizzateig oder Brotteig interessant.
Auftauen
Je nach Ausstattung lassen sich Lebensmittel außerdem schonend auftauen. Gerade empfindliche Speisen profitieren davon, wenn sie nicht sofort einer hohen Temperatur ausgesetzt werden. Das macht die Wärmeschublade zu einer sinnvollen Ergänzung für Haushalte, die häufig vorkochen oder Mahlzeiten vorbereiten.
Für wen lohnt sich eine Wärmeschublade?
Eine Wärmeschublade ist besonders interessant für Menschen, die gerne kochen und häufig mehrere Komponenten gleichzeitig zubereiten. Auch wer regelmäßig Gäste empfängt, kann von der zusätzlichen Flexibilität profitieren.
Weniger sinnvoll ist sie dagegen für Haushalte, die nur sehr selten kochen und bereits mit der vorhandenen Küchenausstattung alle gewünschten Funktionen abdecken.