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Rund um Essen & Genuss

Die 14 wichtigsten Gewürze für die Küche

Hätten Sie gedacht, dass Sie mindestens eines der damals kostbarsten Gewürze in Ihrer Küche stehen haben? Vor allem Pfeffer, aber auch andere Gewürze wurden Im Mittelalter aufgrund ihrer seltenen Verbreitung wie wahre Schätze gehandelt. Die feinen Pflanzenteile wurden wegen ihrer besonderen Geschmacks- und Geruchsstoffen nicht nur zur Verfeinerung von Speisen verwendet, sondern galten mitunter auch als ebenbürtiges Handelsgut zu Gold. Heutzutage fehlen sie in kaum einer Küche und zieren ganze Gewürzschränke. Der Genussmensch schätzt besonders die Gewürzeigenschaft, gewisse Aromen im Essen nach Belieben zu überdecken bzw. zu betonen und die Mahlzeit somit zu einem außergewöhnlichen Geschmackserlebnis zu machen.

Gewürze

 

„In der Kürze liegt die Würze!“

… und deshalb werden wir Sie im Folgenden mit nützlichem Hintergrundwissen zu den meist gebrauchten Gewürzen in Ihrer Küche versorgen. So sind Sie für das nächste Koch-Event bestens vorbereitet und können bei neugierigen Fragen mit Ihren neu erworbenen Kenntnissen glänzen. „Gewusst wie“ lautet das Motto: Wir haben Ihnen in einer praktischen Auflistung alles rund um die Verwendung und Erhältlichkeit der bunten Gewürzewelt zusammengestellt- so können Sie sich die Übersicht einfach ausdrucken und über Ihr Gewürzregal hängen!

 

Küchengewürz Nr. 1: Chili

Aussehen:
Die Chilischoten gibt es in verschiedenen Farben (rot, gelb-orange, grün), Formen (schmal bis breit) und Größen.

Geschmack:
Jeder, der schon einmal eine Chilischote probiert hat, weiß ihr feuriges Aroma zu schätzen. Der jeweilige Schärfegrad hängt ganz von der vorliegenden Sorte ab. Es gibt kein Gewürz, das schärfer ist, also seien Sie beim Portionieren besonders vorsichtig!

Wirkung:
C
hilischoten sind wahre Multi-Funktionäre: Sie stärken nicht nur das Immunsystem und die Abwehrkräfte, sondern wirken auch durchblutungsfördernd und sorgen für Glücksgefühle (Endorphine).

Verwendung:
Chili lässt sich für fast jedes Gericht verwenden, egal ob in der Vor- oder Hauptspeise und sogar auch im Nachtisch, um beispielsweise einem Schokoladenkuchen den besonderen Pfiff zu geben.

Erhältlichkeit:
So abwechslungsreich sich Chili einsetzen lässt, so vielfältig ist es auch zu erhalten: Ob als frische oder eingelegte Schoten, getrocknete Flocken mit oder ohne Samen, gemahlen als Pulver oder flüssig als Chiliöl - hier ist für jedes Gericht das passende dabei.

 

Küchengewürz Nr. 2: Ingwer

Aussehen:
Ingwer fällt vor allem wegen seiner knollenähnlichen Form auf und erfüllt damit auch den optischen Ansprüchen einer Wurzel: Wie es der Name bereits vermuten lässt, handelt es sich bei diesem Gewürz nämlich um die Wurzel der Ingwerpflanze.

Geschmack:
Geschmacklich lässt sich Ingwer am besten mit „scharfer Zitrone“ vergleichen.

Wirkung:
Besonders als Tee ist Ingwer ein beliebtes Heilmittel bei Übelkeit und Erkältungen.

Verwendung:
Die asiatische Küche ist ohne dieses exotische Gewürz gar nicht mehr wegzudenken. Seien es Gerichte mit Huhn oder Meeresfrüchten, Marinaden oder Soßen: Ingwer verleiht Ihrem Essen das gewisse Etwas. Auch Desserts wie Kuchen und Obstsalate lassen sich mit ihm geschmacklich aufpeppen.

Erhältlichkeit:
Egal, ob gemahlen oder als ganze Wurzel: Sie können Ingwer je nach Belieben als Pulver, klein geschnittene Scheibchen bzw. Würfel oder Abrieb zu Ihrem Gericht hinzugeben.

 

Küchengewürz Nr. 3: Curry

Aussehen:
Bei Curry handelt es sich um eine Gewürzkombination, die ihren Ursprung in Indien findet. Es gibt unzählige Rezepte für das „richtige“ Mischverhältnis. In Indien hat so beispielsweise jeder Haushalt sein eigenes streng behütetes Familienrezept, das von Generation zu Generation weitervererbt wird. Jedes Currygewürz besteht vor allem aus den Komponenten Chili, Pfeffer, Kurkuma, Kardamom, Koriander, Kreuzkümmel, Nelke, Ingwer, Zimt und Muskatat.

Geschmack:
Dadurch, dass diese Gewürzkombination sehr individuell ist, variiert Curry geschmacklich je nach Mischverhältnis von süß bis scharf.

Wirkung:
Neben seiner verdauungsfördernden Wirkung beleuchten Laborergebnissen, dass einzelne Bestandteile im Curry eine Krebs hemmende Wirkungen aufweisen, die die Verbreitung von Metastasen hindern.

Verwendung:
Fleischfans sowie Vegetarier können dieses exotische Gewürz gleichermaßen genießen, da es sich sowohl für diverse Fleisch- als auch Gemüsegerichte verwenden lässt.

Erhältlichkeit:
Für eine einfache Dosierung ist Curry gemahlen in Pulverform zu erhalten.

 

Küchengewürz Nr. 4: Anis

Aussehen:
Anis ist hellbraun gefärbt und besitzt die Form eines kleinen Samens.

Geschmack:
Der Anisgeschmack sticht besonders aufgrund seines auffälligen Lakritzcharakters hervor.

Wirkung:
Anis wirkt sich anregend auf den Darmtrakt aus und wird deshalb gern bei Verdauungsbeschwerden eingenommen (vor allem in Form von Heiltees).

Verwendung:
Die feine Lakritznote verhilft diesem Gewürz zu einer beliebten Zutat für Desserts, und zwar besonders in der Vorweihnachtszeit, aber auch während der übrigen Zeit des Jahres im fruchtigen Obstkompott und Kuchen.

Erhältlichkeit:
Für alle Pulverfreunde bietet der Handel Anis bereits fertig gemahlen an. Sie können ihn jedoch auch als ganze Samen erwerben.

 

Küchengewürz Nr. 5: Paprika

Aussehen:
Das Paprikagewürz präsentiert sich pulvrig und in allen möglichen Rottönen, die die Farbpalette hergibt.

Geschmack:
Hier verweist bereits die Färbung auf den Geschmack, denn je heller der Rotton ist, desto feuriger ist auch die Schärfe. Dunkles Paprikapulver ist wegen seiner Milde und seines leicht süßlichen Geschmacks besonders bei weniger Schärfe-Erprobten beliebt.

Wirkung:
Mit diesem Gewürz tun Sie Ihrem Blutkreislauf etwas Gutes: Durch seine stärkende Wirkung beugt Paprika Blutgerinnseln vor und schützt die Blutgefäße.

Verwendung:
Der Einsatzbereich von Paprikapulver kennt keine Grenzen: Das Gewürz passt zu jedem Hauptgericht und lässt sich ebenso variabel für Vorspeisen verwenden.

Erhältlichkeit:
Sämtliche Paprikagewürze sind vor allem in Pulverform zu erhalten

 

Küchengewürz Nr. 6: Kümmel

Aussehen:
Kümmelsamen sind klein und braun. Wegen ihrer leichten Krümmung erinnern sie etwas an Bananen.

Geschmack:
Kümmel ist geschmacklich sehr intensiv und sollte daher vorsichtig portioniert werden.

Wirkung:
Dieses Gewürz wirkt anregend auf Ihren Appetit und die Verdauung.

Verwendung:
Vor allem bei Kohl- und Sauerkrautgerichten kommt der Kümmel häufig zum Einsatz und mildert so den Blähbauch. Mittlerweile gibt es aber auch einige Käse- und Brotsorten, die durch den intensiven Kümmel einen einzigartigen Geschmack erhalten.

Erhältlichkeit:
Kümmel kann besonders als Ganzes sein volles Aroma entfalten.

 

Küchengewürz Nr. 7: Koriander

Aussehen:
Bei Koriander handelt es sich um eine Samenfrucht, die rundlich und beige-braun ist.

Geschmack:
Geschmacklich ähnelt Koriandergewürz an eine Orange mit leicht scharfer Note.

Wirkung:
Koriander ist ein wahres Wundermittel: Es hilft bei Magen-Darm-Beschwerden und Völlegefühl. Ebenso entfaltet es bei Bronchialhusten seine heilende, beruhigende Wirkung.

Verwendung:
Sie können dieses Gewürz vielseitig einsetzen: Verfeinern Sie (helle) Fleisch- und Fischgerichte oder Gemüse- und Kartoffelgerichte. Auch in Soßen, Suppen oder Speisen mit Hülsenfrüchten kommt Koriander schmackhaft zur Geltung.

Erhältlichkeit:
Koriander ist im Handel entweder als ganze Samen oder in Pulverform erhältlich.

Gewürze

 

Küchengewürz Nr. 8: Muskat

Aussehen:
Die Muskatnuss ist der dunkelbraune Samenkern einer Frucht, die in ihrem Aussehen einer Aprikose nahe kommt.

Geschmack:
Muskat ist aufgrund seiner besonderen Würze ein beliebtes Küchengewürz.

Wirkung:
Bei einer Überdosierung kann es zu Übelkeit und halluzinogenen Erscheinungen kommen.

Verwendung:
Dieses Gewürz passt vor allem zu Gerichten mit Kartoffeln (besonders zum Pürees), Eiern, Kohl und Kürbis. Gebäckfreunde können Muskat ebenfalls in ihren süßen Rezepten verwenden.

Erhältlichkeit:
Wie die meisten Gewürze können Sie Muskat gemahlen als Pulver erwerben. Eine weitere Alternative ist die Muskatnuss als Ganzes- je nach Dosierung müssen Sie diese dann nur noch mit einer kleinen Reibe bearbeiten.

 

Küchengewürz Nr. 9: Nelke

Aussehen:
Nelken haben das Aussehen von dunkel gefärbten, getrockneten Blütenknospen.

Geschmack:
Dieses Gewürz hat einen sehr intensiven Geschmack und sollte daher nur sparsam verwendet werden.

Wirkung:
Gewürznelken werden stimmungsaufhellende Wirkungen nachgesagt.

Verwendung:
Am besten eignen sich Desserts, Lebkuchen, Fleisch- (Wild) und Schmorgerichte sowie Suppen zur Würzung. Ein beliebter Klassiker sind Nelken im Rotkohl.

Erhältlichkeit:
Je nach persönlicher Neigung erhalten Sie Gewürznelken als ganze getrocknete Knospen oder gemahlen.

 

Küchengewürz Nr. 10: Kardamom

Aussehen:
Kardamom ist eine bräunlich gefärbte Kapselfrucht, die der gleichnamigen Pflanze, nämlich dem Kardamomstrauch, entstammt.

Geschmack:
Der Geschmack des Kardamomgewürzes weist eine scharfe Süße auf und stellt damit ein interessantes Geschmackserlebnis dar.

Wirkung:
Bei Unterleibschmerzen wirkt Kardamom entkrampfend. Sie können mit diesem Gewürz auch die Verträglichkeit bestimmter Speisen fördern und dadurch Verdauungsstörungen vorbeugen.

Verwendung:
Besonders in der indischen Küche ist Kardamom eine sehr bedeutende Zutat, da er häufig für Reis-, Fleisch und Currygerichte verwendet wird. Naschkatzen lieben dieses Gewürz vor allem in Desserts und Gebäck wie Spekulatius und Lebkuchen.

Erhältlichkeit:
Da das Aroma bei gemahlenem Kardamom schnell verfliegt, sollten Sie lieber auf entsprechende Gewürzkapseln und –samen zurückgreifen.

 

Küchengewürz Nr. 11: Pfeffer

Aussehen:
Pfefferkörner sind kleine runde Beerenfrüchte des Pfefferstrauches. Es gibt sie in den Farben Schwarz, Rot, Weiß und Grün. Wer es lieber bunt mag, kann im Handel auch eine gemischte Variante erhalten.

Geschmack:
Generell ist Pfeffer ein scharfes Gewürz, wobei der Schärfegrad von der jeweiligen Farbe abhängig ist: Während die grünen Körnchen das mildeste Aroma aufweisen, ist der schwarze Pfeffer am schärfsten.

Wirkung:
Pfeffer ist ein regelrechtes Wundermittel unter den Küchengewürzen. Es regt nicht nur die Verdauung und die Durchblutung an, sondern lindert auch durch Sodbrennen und Magen-Darm-Krämpfen hervorgerufenes Unwohlsein.

Verwendung:
Es gibt kaum ein Gericht, das sich nicht mit Pfeffer würzen lässt - mittlerweile findet dieses Gewürz sogar immer öfter seine Anwendung in Süßspeisen und Schokoladenkompositionen.

Erhältlichkeit:
Für diejenigen unter Ihnen, die es eher grobkörnig bevorzugen, ist eine Pfeffermühle mit ganzen Pfefferkörnern die beste Wahl. Pfeffer ist jedoch auch bereits fertig gemahlen als Pulver zu erhalten.

 

Küchengewürz Nr. 12: Zimt

Aussehen:
Zimt ist vor allem aus der Weihnachtszeit auch als Dekorationsmaterial  bekannt. Die gerollte hellbraune Stange ist die Rinde des gleich lautenden Gewächses, dem Zimtbaum.

Geschmack:
Geschmacklich entfaltet Zimt eine feine süßliche Note.

Wirkung:
Aufgrund seiner Blutzucker senkenden Wirkung, ist Zimt besonders in Fällen von Diabetes ein beliebtes Gewürz.

Verwendung:
Die Weihnachtsbäckerei ist sowohl für Groß als auch für Klein ohne Zimt undenkbar. Zimt ist eine typische Zutat für jegliche Arten von Backwaren, Gebäck und Desserts - aber nicht nur in der Weihnachtszeit: Apfelkuchen-Fans verzichten auch im Sommer nicht auf die leichte Zimtnote. Noch nicht ganz herumgesprochen hat sich die Verwendung in Fleischgerichten.

Erhältlichkeit:
Auch hier bietet Ihnen der Handel wieder die Wahl, sich zwischen Zimtstangen und –pulver zu entscheiden.

 

Küchengewürz Nr. 13: Vanille

Aussehen:
Bei Vanille handelt es sich um eine lange schwarze Schotenfrucht der mexikanischen Kletterorchidee. Zum Kochen und Backen ist jedoch nur das schwarze Mark im Inneren wertvoll.

Geschmack:
Vanille hat einen besonderen süßlichen Geschmack.

Wirkung:
Dieses Gewürz wirkt belebend auf Ihren körpereigenen Organismus und entfaltet seine entzündungshemmenden Eigenschaften.

Verwendung:
Ihre favorisierte Anwendung findet die Vanille bei Eis, Kuchen sowie sämtlichen anderen Desserts oder auch als „Flavour“ in Kaffee-, Kakao- und Teegetränken.

Erhältlichkeit:
Um das volle Aroma auszuschöpfen, sollten Sie am besten eine echte Vanilleschote verwenden, aus der Sie ihr schwarzes Mark ausschaben.

 

Küchengewürz Nr. 14: Safran

Aussehen:
Safran ist ein Gewürz, das aus dem Blütenstempel der ebenso genannten Krokusblume gewonnen wird. Die dünnen, langen Safranfäden sind in einem starken Rotton gefärbt, der zum Beispiel bei Reisspeisen für eine intensive orange-gelbe Färbung sorgt

Geschmack:
Bei einer Überdosierung verleiht dieses Gewürz den Speisen einen bitter-scharfen Geschmack. Aus diesem Grund sollten Sie bei der Portionierung eher sparsam sein.

Wirkung:
Safran hilft bei der Schmerzlinderung und hat eine beruhigende, leicht euphorisierende Wirkung. Ebenso unterstützt es wichtige Leber-, Magen-, Lungen- und Nervenprozesse. Studien haben ergeben, dass sich mit Safran krebs-präventive Maßnahmen umsetzen lassen.

Verwendung:
Heutzutage wird Safran als teuerstes Gewürz gehandelt. Dies ist auch der Grund, warum mittlerweile viele Gewürzfälschungen auf dem Markt sind. Neben dem Preis ist auch die Farbkraft ein Echtheitsindikator. Seien Sie also vorsichtig und lassen Sie sich nicht übers Ohr hauen! Einen edlen Geschmack verleihen Sie ganz besonders durch die Safranzugabe in Fisch- und Lammgerichten sowie im Risotto.

Erhältlichkeit:
Sie können Safran in Fäden- und Pulverform (Achtung: Fälschungsgefahr!) erhalten.

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